Zwischen Glück und Angst

Auf dem Schotterweg nach Boca Tapada kommen wir an Pferden vorbei. „Ich würde so gerne wieder auf einem Pferd sitzen“, kommt es hinten aus dem Auto gerufen. Lara liebt Pferde. Schon immer. Dieses Frühjahr durfte sie einmal auf einem Pferd reiten. Seitdem will sie mehr. Wir nicht.

Ich, Robert, bin durch die anspruchsvolle Fahrtstrecke nicht ganz bei der Sache und sage leichtsinnig: „Klar, wir fragen mal in der Lodge, ob das möglich ist“.

Was man als Eltern zusagt, auch wenn es beiläufig ist, gilt bei Kindern als in Stein gemeißeltes Versprechen. Wir müssen fragen.

Kurz vor dem Abendessen im offenen Restaurant nutzen wir die Gelegenheit und fragen unseren Gastgeber Marco: „So eine knappe Stunde. Lara oben auf dem Pferd. Robert würde nebenher laufen und sie festhalten. Es geht nicht um Entfernung. Nur um das Erlebnis.“ Nadine versucht in sehr gebrochenem Spanisch unser Anliegen zu erklären. „No problema. Kriegen wir hin. Morgen um vierzehn Uhr.“ Marco kennt Weiterlesen