Geschafft: Unser Buch ist fertig

Es hat länger gedauert als gedacht. Die letzten drei Monate haben wir dutzende Nachtschichten eingelegt. Das eine oder andere Mal haben wir an der Fertigstellung gezweifelt. Die Zeit hat es gebraucht. Die Inhalte für unser Buch mussten reifen.

Nun ist es veröffentlicht. Unser Reisebericht: Elternzeitreise 2 ist ab sofort über die Webpage bod verfügbar. Hier klicken. 352 Seiten, davon 20 Farbfotoseiten…kurzweilig, informativ und randvoll mit persönlichen Eindrücken.

In einigen Tagen ist es ebenfalls über alle gängigen Onlineanbieter zu erstehen. Dann ist es auch in allen Buchgeschäften gelistet. Auch als eBook.

Wir freuen uns auf euer Feedback.

 

 

 

Lebenszeichen

Seit zwei Wochen sind wir wieder in Deutschland. Wie schnell der Alltag wieder einkehrt. Wie weit die Reise bereits in den Hintergrund gerückt ist. „Stopp“, möchte man rufen, „anhalten.“

Drei Monate waren wir gesund und munter. Kaum zu hause sind die Kinder krank und wir, wir schniefen auch vor uns hin.

Unser Rezept, die Reise präsent zu halten? Wir schreiben fleissig an unserem Buch. Wir diskutieren, tauschen Erinnerungen aus und formulieren Sätze.

UND: Wir versuchen das Leben etwas lockerer zu sehen.

 

Deutschland hat uns wieder

Wir sind wieder da.

Tausend Dank an alle, die uns die letzten Wochen durch unseren Blog begleitet haben. Wir sind überrascht: 16.303 Aufrufe sagt die Statistik. Das hätten wir nie vermutet. Ohne Facebook, Twitter oder sonstige verknüpfte soziale Medien.

Bitte gebt uns ein paar Tage Zeit, um anzukommen. Dann werden wir ein ausführliches Resumée ziehen. Und wir werden unsere Route, die wir in den USA gefahren sind, korrekt hinterlegen.

Soviel ist schon jetzt sicher. Es wird wieder ein Buch geben. Wir haben rund dreimal soviel niedergeschrieben wie gepostet.

Und: Wir werden diesen Blog in lockerer Folge weiterschreiben, um über unsere Elternzeit berichten.

 

Navigation

Wie kommen wir von A nach B? Eine Frage, mit der man sich im Vorfeld einer Reise durchaus beschäftigen sollte. Robert hat vieles ausprobiert und runtergeladen. Letztendlich haben wir mit folgenden Hilfsmitteln geplant und den Alltag gemeistert:

  1. Es geht nichts über eine altbackene Landkarte. Nicht zur eigentlichen Navigation, sondern um den groben Routenverlauf der nächsten Tage festzulegen. In den USA dachten wir, es geht auch nur mit dem Ipad. Das hat sich als Trugschluss herausgestellt, der gezeigte Ausschnitt ist zu klein. Man bekommt kein Gefühl für den Streckenverlauf.

 

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Valley of Fire State Park

Ich, Robert, sitze auf dem Beifahrersitz unseres Campers. Im Alkoven über mir singen Lara und Nadine ihre Gute Nacht Lieder. Noah schläft bereits. Es ist stockfinster draußen. Nur zwei Lagerfeuer sind als helle Flecken auszumachen. Viertel nach Acht. Zeit für ein paar Zeilen.

Nach zwei Tagen am Lake Mead mit seinem beindruckenden Hoover Dam sind wir heute ohne ausführliches Frühstück direkt los. Es geht in den Valley of Fire State Park, NV. Hundertzwanzig Kilometer nördlich von Las Vegas gelegen soll er fantastische Sandsteinformationen haben. Zwei andere Paare, die wir unterwegs trafen, haben sehr davon geschwärmt. „Der einzige Campingplatz im Park ist sehr klein und fast voll. Seid früh da, um einen Stellplatz zu ergattern.“ Das war der gutgemeinte Rat gestern an Nadine. Darum auch der hektische Aufbruch heute Morgen.

Also los. Wir kommen gut durch. Noah schläft, Lara spielt mit ihrer Barbiepuppe. Wir gönnen uns ein Pancake-Frühstück mit Speck und Rührei im IHOP.

Es geht dreißig Kilometer auf mittelprächtiger Asphaltstraße durch die Steinwüste ins Nichts. Trockene Grasbüschel wehen über das weite Land. Weiterlesen

Lara: „Halloooo, jetzt bin ich dran.“

Ich bin Lara und seit Anfang des Jahres eine große Schwester. Es ist toll, einen kleinen Bruder zu haben. Leider ist er noch zu klein, um richtig mit mir zu spielen. Aber es macht trotzdem Spaß mit ihm. Noah lacht viel mit mir. Was ich allerdings nicht so gut finde – er will immer mit meinen Spielsachen spielen und fängt gleich an zu weinen, wenn ich sie ihm wegnehme. Das ist ganz schön anstrengend.

Wir sind nun seit einiger Zeit in Amerika, hier ist alles sehr groß und sehr weit auseinander. Also müssen wir sehr viel mit dem Wohnmobil fahren – langweilig. Nachdem nun nicht mehr alle Menschen Spanisch sprechen, Weiterlesen

Die letzten neun Tage brechen an

Es hat sich über die letzten Wochen bereits herauskristallisiert. Ende Oktober geht es wieder heim. Am achtundzwanzigsten dieses Monats wollen wir im Flieger sitzen. Standby. Deswegen wollen. Die Idee ist es, den Camper am fünfundzwanzigsten in Las Vegas wieder abzugeben, eine Nacht dort zu bleiben, um dann mit dem Mietwagen in zwei Tagen die knapp fünfhundert Kilometer gemütlich nach LA zu fahren. Nadine freut sich auf die Outlets auf dem Weg. Darum drängt sie auch auf einen großen Mietwagen. Robert hat Angst.

Warum schon Ende Oktober, wo wir doch bis November geplant hatten? Ganz einfach: Das budgetierte Geld ist fast alle und Lara möchte langsam heim. Ein weiterer, wichtiger privater Grund hat das Datum dann so festgelegt. Dazu kommt, das Noah immer agiler wird und Fläche zum Krabbeln braucht. Sein Bewegungsdrang ist deutlich höher als Laras mit neun Monaten. Er entwickelt sich zu einem schlechten Autofahrer. In einem Camper in den USA mit diesen großen Entfernungen durchaus nervenaufreibend für uns Eltern. Wobei Nadine als Beifahrerin die Hauptlast trägt. Weiterlesen

Gewaltige Natur

Es ist der fünfzehnte Oktober, neun Uhr morgens. Die Sonne brennt bereits vom Himmel. Dabei sind wir noch ein Tal vor dem eigentlichen Death Valley. Was für ein Unterschied: die letzten drei Nächte waren bei minus sieben Grad im Wohnmobil nicht allzu lustig. Keine hundert Meilen weiter im Norden haben wir auf dem Sierra Nevada Hochplateau noch die gold-rote Blattfärbung des beginnenden Indian Summer genossen. Tagsüber hat die Sonne noch ordentlich Kraft und drückt die Temperatur auf zwanzig Grad. Aber nachts wird es bitterkalt. Mit eiskaltem Wind. Die Landschaft entlang des Highway 395 ab Yosemite National Park Richtung Süden ist atemberaubend schön. Allein dieser Abschnitt ist eine Reise wert.

Und nein. Unser Wohnmobil hat zwar einen V8 Motor und einen Generator, der eine Kleinstadt mit Strom versorgen kann, aber keine ausreichend große Batterie, um die Standheizung längere Zeit zu versorgen. Diese läuft zwar völlig autark Weiterlesen