Umgebung mit Suchtfaktor

Es ist der fünfzehnte September. Wir haben verlängert: Unseren geplanten Aufenthalt in Costa Rica. Unseren Mietwagen. Und unsere Unterkunft hier in Samara am Pazifik. Es passt einfach alles. Ein überschaubarer Küstenort mit einem halbmondförmigen, hellgrauen Sandstrand. Dazu eine kleine vorgelagerte Insel mit einem Riff und ein kraftvolles Meer. Geschliffene Steine und bunte Muscheln im Sand. Perfekt um stundenlang nach der perfekten Muschel zu suchen. Der Lonely Planet schreibt: „Samara ist der Sammelpunkt der Glückseligkeit.“ Etwas theatralisch geschrieben, aber es passt.

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Wir haben eine kleine Unterkunft mit Hängematten und Sandspielzeug für Lara und Noah direkt am Meer. Ein toller Sandstrand im Schatten für die Kinder zum Spielen. Die Kinder sind ausgeglichen. Wir auch.

Kommend von Playa Naranja mit einer schlicht spektakulären Unterkunft hatten wir Angst, dass es hier bereits zu touristisch wird. Was Gott sei Dank nicht stimmt. Ein separater Blog über dortige sechs Tage folgt.

Dabei haben die ersten Stunden nach unserer Ankunft in Samara stark an unseren Nerven gezehrt. Kurz nach dem Auspacken entdeckt Robert nämlich einen Skorpion im Zimmer. Braun, also nicht so schlimm, die Schmerzen eines Stiches sollen dem eines Wespenstiches ähneln. Weiße Exemplare hingegen sind deutlich schmerzhafter. Egal, uns ist trotzdem etwas mulmig, da Noah bereits im Zimmer rumgekrabbelt ist. Nicht auszudenken, was hätte passieren können. Nicht lustig. Was machen?

Es geht nicht so sehr um das Entfernen dieses einzelnen Tieres. Das macht ein Bekannter der Besitzerin ohne große Mühe. Küchenmesser raus, Schwanz ab, rausfegen. Robert macht es nicht. Vogelspinne rausfegen? Ok. Kakerlaken entfernen? Ok. Sonstiges, größeres Tier aus Zimmer werfen? Ok. Aber Skorpion? Nur wenn Robert wirklich muss.

Die Frage ist vielmehr: Gibt es weitere? Die Eigentümerin ist felsenfest davon überzeugt, dass es in ihren Zimmern seit Jahren keine Skorpione mehr gegeben hat. Sie geht davon aus, dass wir das Tier im Gepäck mitgebracht haben. Das finden wir ganz und gar nicht lustig. Es ist bereits Abend. Also, Kinder ins Bett. Sie haben durch ihre Betten mit Mückengitter kompletten Schutz.

Dann geht es auf die Suche. Alle Taschen auf. Jedes Teil unseres Gepäcks wird umgedreht. Rucksäcke bis in die letzte Ritze untersucht. Immer mit dem mulmigen Gefühl, dass wir per Zufall gestochen werden könnten. Dann das gesamte Zimmer mit Taschenlampe gescannt. Wir finden keinen mehr und schlafen trotzdem nicht gut.

Ein schlechter Start in die folgenden unglaublich schönen und entspannten Tage. Zeit, die Route der nächsten Woche zu planen. Mit Ipad, Lonely planet, Landkarte und Stift checken wir die Möglichkeiten. Whale Watching steht auf unserer Wunschliste. Und noch eine Dschungelwanderung.

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Es geht weiter am Pazifik entlang in Richtung Süden. Diese Region besitzt die ursprünglichste und unerschlossenste Landschaft Costa Ricas. Vom kühlen Hochland bis zum dampfenden Küstendschungel der Peninsula de Osa herrscht hier die ultimative Wildnis. Nach nunmehr fast sechs Wochen im Land fühlen wir uns bereit für dieses Abenteuer. Mal schauen, wie weit wir kommen. Wir werden berichten. Soviel ist sicher: Danach ist Schluss mit Costa Rica. Es geht zurück in die Hauptstadt San Jose. Wohin wir fliegen? Lasst euch überraschen.

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