Man braucht doch Bargeld in den USA

Es ist Nacht. Viertel nach zwei lokale Floridazeit, um genau zu sein. Um halb zehn gestern Abend sind wir ins Bett gegangen – nach dem Flug aus Frankfurt und Autofahrt ins Airbnb waren wir platt.

Leider sieht das Noah anders und dreht ab Viertel nach zwei voll auf. Robert geht mit dem Kleinen aus dem Schlafzimmer. Noah rollt im Dunkeln zufrieden durch das Zimmer. Robert hat Zeit über die  Autofahrt vom Flughafen zum Airbnb nachzudenken.

Nachdem wir am Flughafen zweimal wegen Mängeln das Auto wechseln mussten, geht es mit Navi Richtung Unterkunft. Auf dem Interstate, vor der ersten Mautstelle, fällt uns ein, dass wir  keine Dollars dabeihaben. Die Schilder sagen, dass nur Bargeld oder Prepay geht. Doof. Es gibt nur eine Spur mit einer Zahlstelle, in der wir einen Menschen vermuten. Richtig vermutet. Die ältere Dame ist sehr nett, nachdem wir erzählen, dass wir ein Dollar fünfzig nicht bar dabeihaben. Wir bekommen einen handschriftlich ausgefüllten Zettel mit der Bitte um Überweisung. Wir lächeln, sind aber zwecks Überweisung in USA für keine zwei Dollar nicht sicher, wie wir das anstellen sollen. Aber gut, das wird ein Problem eines anderen Tages.

Kurze Zeit später noch eine Mautstelle. Gleiches Spiel. Diesmal ist ein Herr in der Mautkabine. Genauso nett, gleicher Zettel.

Es sind nur noch sechs Meilen zur Unterkunft. Sollte also keine Mautstelle mehr geben, hoffen wir.

Leider falsch, die nächsten fünfundsiebzig Cent wollen gezahlt werden. Nun schon selbstsicher, fahren wir auf die Mautstelle zu. Dumm nur, dass es bei dieser Statiom nur noch Automaten gibt. Umdrehen unmöglich. Das Auto vor uns in der Schlange benötigt sehr lange zum Geldeinwerfen. Plötzlich steigt er aus und kommt an unser Autofenster. Ein deutscher Tourist, dem der Bezahlvorgang unklar ist. Unsere Rettung. Wir helfen und kaufen einen Dollar für einen Euro. Wieder geschafft.

Das Glück verlässt uns bei der letzten, vierten Mautstelle an der Ausfahrt. Kein Kassierer und kein Plan B in Sicht. Aber wenigstens gibt es keine Schranke. Dafür eine gut sichtbare Kamera. Also durch und abwarten was das Foto beim Durchfahren für Folgen hat. Auch das ein Problem für einen anderen  Tag.

Nach einem langen Tag geht es endlich ins Bett.

 

Ein Gedanke zu “Man braucht doch Bargeld in den USA

  1. Liebe Familie Barte!
    Mit viel Spannung verfolge wir nun Ihren Reiseblog und wünschen nach Ihrer Ankunft in Florida viele problemlose Abenteuer mit zufriedenen Kindern. Die Fotos sind einfach klasse! Liebe Grüße ,
    Fam. Müller aus Bü

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