Packliste

Wusstet Ihr, dass auch Menschen eine maximale Zuladung haben? Wird es mehr Gewicht und Gepäck, dann wird man zum Tier – zum Esel. Wir haben Angst. Angst davor, dass uns am Flughafen nur noch Töne wie die eines unwilligen Lastenesels entweichen werden. Schwerbepackt werden wir dahintrotten.

Iaahh-Iaahh: Der Berg an Sachen, die mit dabei sein müssen, wächst jeden Tag. Obwohl Robert genauso oft aussortiert und konsequent nein sagt.

Werden wir mal sachlich:

  • Ein großer Rucksack für Roberts Schultern
  • Ein etwas  kleinerer Rucksack für Nadines Schultern
  • Ein Tages-/Flugrucksack für Roberts vordere Seite
  • Ein Minirucksack für Laras Schultern
  • Wickeltasche
  • Maxi Cosi für Noah
  • Kindersitz für Lara
  • Kinderwagen für Noah

Erkennt Ihr das Problem? Uns gehen trotz Rucksäcken auf den Schultern die Hände aus, die noch etwas tragen könnten. Oder die Kinder festhalten, auch nicht unwichtig an hochfrequentierten Standorten wie etwa Flughäfen. Ich höre es schon wieder: Iaahh. Der Esel in uns ruft.

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Roberts gesamte Kleidung im Verhältnis zu Noahs Windeln

Nun ist es  nicht so, dass  wir viele Klamotten dabei haben. Nadine und Robert haben nur eine kleine Tasche mit circa fünf Kilo dabei. Siehe Foto oben: Das ist Roberts gesamte Kleidung im grauen Sack. Im Verhältnis dazu Noahs Windeln. Ein Pack von 90 Windeln wohlgemerkt. „Es ist doch warm,“ versichert Robert zu Nadine gewandt. „Und in der Dusche kann man Klamotten super waschen. Sauberkeit wird generell überbewertet.“ Nadine bleibt skeptisch. Die Argumente scheinen nicht zu überzeugen. Was soll´s. Denken wir an die Kinder.

Der Rest sind Milchpulver, Erste Hilfe, etc. für die beiden Kids. Dazu hoch zwei kleine Bettchen mit Mückenschutz. Sehr praktische, strandmuschelartige Übernachtungsvarianten. Sehr cool und eine wirkliche Alternative zu den schweren Reisebetten, die man üblicherweise kennt. Schaut mal: Deryan Reisebett. Wiegen je nur drei Kilo. Wir erhoffen uns davon ruhigere Nächte, da die beiden Kinder in Ihrer gewohnten Umgebung schlafen. Ausreichend Schlaf für uns Eltern ist der pure Luxus und unbezahlbar. Dafür tragen wir gerne sechs Kilo extra rum.

Auf dem Foto oben sieht man neunzig Windeln, sehr eng gepackt. So ein Pack reicht bei sechs Windeln am Tag: fünfzehn Tage. Nicht viel, wenn man wochenlang weitab von größeren Städten in Costa Rica verbringen will. Also müssen zwei Pack mit. Nicht schwer, aber viel Volumen.  In Costa Rica gibt es Windeln und Babynahrung. Allerdings sind wir wochenlang fernab von größeren Städten unterwegs. Ob es dort eine gute Baby-Versorgung gibt, konnte uns keiner beantworten. Wir gehen auf Nummer sicher.

Alles  im Leben hat Grenzen. So auch beim Gepäck. Die Begrenzungen sind Gewicht, Volumen Leidensfähigkeit und verfügbare Hände. Mehr als fünfunzwanzig Kilo kann Robert nicht auf Dauer tragen, Nadine endet bei fünfzehn Kilo. Das Packvolumen und die Hände sind begrenzt. Und  Robert hat schon einen wirklich großen, fünfundachtzig Liter Rucksack. Diese Faktoren sind so was wie Naturgesetze, die auch Nadine nicht wegdiskutieren kann. Und nein, Nadine und Robert führen keine Diskussionen. Streitgespräch ist der treffendere Ausdruck für diese Art der emotional aufgeladenden Kommunikationsform.

Am Ende werden es in der Summe zweiundvierzig Kilo Gesamtgewicht ohne Kinderwagen und -Sitze. Iaahh. Werden wir alles in die Rucksäcke bekommen?

Mal sehen, tief das Auto liegt, wenn wir zum Flughafen fahren.

 

2 Gedanken zu “Packliste

  1. Pingback: Das Beweisfoto | Elternzeit reise 2

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